Über das Projekt

Im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMU-Förderprogramms führt die AHK Rio das Projekt, das aus drei Grundpfeilern besteht, zum neuen Rechtsrahmen der Trinwasserver- und Abwasserentsorgung in Brasilien durch.

Heute sind immer noch 35 Millionen Menschen der brasilianischen Bevölkerung nicht an das Trinkwasserversorgungsnetz angeschlossen, was der Größe der kanadischen Bevölkerung entspricht. Hinzu kommt, dass nur lediglich 53,2% der Bevölkerung Zugang zur Abwassersammlung haben, von diesem gesammelten Abwasser werden aktuell jedoch nur 46,3% auch behandelt.

Um die derzeitige Situation der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in den Metropolen aber auch in den ländlichen Gebieten zu verbessern, werden besonders Anwendungsmöglichkeiten für erhöhte Effizienz und Nachhaltigkeit bei der Nutzung von Ressourcen und der Verwaltung der Betriebsgesellschaften benötigt. Die Regierung hat die neue Frist zur Erreichung des Ziels, 99% der Bevölkerung mit Trinkwasser und 90% mit einer Abwasserentsorgung zu versorgen, auf 2033 festgelegt. Um die optimistisch geplanten Ziele der Universalisierung der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung zu erreichen, geht die brasilianische Regierung von einem Investitionsbedarf in Höhe von 500 Mrd. R$ bis 700 Mrd. R$ aus. Das neue Gesetz der Regierung soll hierfür nun neue rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, wodurch sich für deutsche Umwelttechnologien große Potentiale in der Trinkwasseraufbereitung, Abwasserbehandlung und Trinkwasserkanalisation ergeben.

Übergeordnetes Projektziel des Projektes der AHK Rio ist daher die Entwicklung von Konzepten, die langfristig zu einer stärkeren und nachhaltigeren Wasserwirtschaft beitragen können. Diese sollen zur Verbesserung der Qualität des Trinkwassers beisteuern sowie die effizientere Nutzung von Ressourcen fördern und dabei helfen, die Ableitung von ungeklärten Abwässern in die Natur zu verhindern. Der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen der deutschen und brasilianischen Umweltwirtschaft findet dabei zu einem wichtigen Zeitpunkt der Marktliberalisierung statt. Dazu soll eine kurze Analyse des Status quo erstellt sowie über eine Plattform im Internet ein nachhaltiges Stakeholder- und Experten-Netzwerk aufgebaut werden. Darüber hinaus fördert dieses Vorhaben einen innovativen Erfahrungsaustausch in Diskussionsgruppen, damit Strategien und Konzepte für konkrete Projektideen und Investitionen vorgelegt werden können.

Die drei Grundpfeiler des Projektes

Das Portal ist Teil der Exportinitiative Umwelttechnologien des deutschen Umweltministeriums (BMU)

Das Bundesumweltministerium unterstützt mit der Exportinitiative Umwelttechnologien den Export von Innovationen beim Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz.

Die 2016 erfolgreich gestartete „Exportinitiative Umwelttechnologien“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zielt darauf ab, das in Deutschland vorhandene Know-how im GreenTech-Bereich zu „exportieren“, um nachhaltige Entwicklung weltweit zu unterstützen, Technologieanwendungen und einheitliche Umweltstandards zu befördern und letztlich Lebensbedingungen zu verbessern und geeignete Voraussetzungen für die erfolgreiche und nachhaltige Anwendung von "Umwelttechnologien – Made in Germany" zu schaffen.

Die „Exportinitiative Umwelttechnologien“ des BMU stellt Wissens- und Technologietransfer in Kompetenzfeldern des BMU in den Vordergrund. Hierzu zählen:

  • Wasser- und Abwassermanagement,
  • Kreislaufwirtschaft sowie Abfallwirtschaft und Rohstoffwirtschaft,
  • Ressourceneffizienz,
  • Abwasserbehandlung und Bodenbehandlung,
  • nachhaltiger Konsum,
  • umweltfreundliche Mobilität,
  • Luftreinhaltung,
  • Nachhaltiges beziehungsweise energiesparendes Bauen und Stadtentwicklung